Schriftzug Naikan Innenschau

Erfahrungsberichte

Ich habe verstanden, dass, wenn ich meine Schwierigkeiten selber trage, kein weiteres Leid entsteht. Für diese Einsicht aus der Naikan-Woche in Bigorio bin ich sehr dankbar.

M.H.  Convento Bigorio, Tessin, Juli 2017

Als ich am Samstag im Convento ankam, hatte ich ein belastendes Problem im Rucksack. Während der Woche in der Stille hat sich das Problem nicht verändert. Es wartete, respektive wartet nach wie vor im Alltag auf mich. Was sich aber geändert hat, ist meine Sichtweise. Es ist nämlich kein Problem mehr, es belastet mich nicht mehr, es ist einfach eine Aufgabe, welche ich lösen werde wie viele andere auch. Das zeigt mir, dass ich mein Glück niemals ausserhalb von mir finden kann. Es ist in mir und nur in mir. Diese Weisheit kannte ich schon vorher und sie stammt auch nicht von mir, während dem Naikan aber wurde sie in mir klar und verständlich und das fühlt sich leicht und friedlich an. Grazie.

B.R. Convento Bigorio, Tessin, Juli 2017

Meine erste Erfahrung mit Naikan ging ich ohne Erwartungen und konkrete Ideen an. Ich kam also auf der Schweibenalp an, wurde beim und nach dem Nachtessen von Ruedi begrüsst (mit drei weiteren Teilnehmenden), Ruedi erklärte Naikan („japanische Methode zur Selbsterkenntnis“) und deren „Regeln“ (wie wir uns verhalten sollen, damit Naikan zur Entfaltung kommen kann). Vor den ersten anderthalb Stunden Naikan (darüber nachdenken was meine Mutter für mich von meiner Geburt bis zu meinem 6ten Lebensjahr getan hat, was ich im selben Zeitraum für sie getan hat und welche Schwierigkeiten ich damals für sie bereitet habe) gaben wir unsere Handy ab und setzten uns still (keine Gespräche für die folgenden 7 Tage!) in unsere „Ecken“ (mit Paravents abgetrennte kleine Räume mit Bett) in unseren Zimmern. Um 21:15 war schlafen angesagt – angezeigt durch das Ertönen einer Klangschale. Um 6 Uhr morgens ging es mit denselben Fragen, wie am Vorabend weiter, mit dem Unterschied, dass um etwa halb 8 Ruedi zum „Abhören“ kam. Das „Redeverbot“ war dann also für 3-5 Minuten aufgehoben, aber nur zu Ruedi. Ruedi führte uns jeweils hervorragend, wenn wir begannen zu beurteilen, was die Mutter für mich getan hat… Es geht immer nur darum die grundlegenden 3 Fragen aus der Erinnerung möglichst genau zu beantworten. Naikan urteilt nicht!

In den nachfolgenden 100 Minuten waren meine nächsten 4 Jahre (6 – 10 jährig) im Zusammenhang mit meiner Mutter, das Zentrum der drei Fragen. So ging es entsprechend weiter bis zum Jetzt, unterbrochen durch die leisen Gespräche alle 90 – 100 Minuten mit Ruedi, wo er uns „abhörte“ und darauf achtete, dass wir möglichst nicht abschweiften. Jeden der 7 Tage wurden wir so 9 mal abgehört. Für unser leibliches Wohl sorgte Ruedi mit dem Küchenteam hervorragend. Ich habe die vegetarische Küche sehr genossen, obwohl ich ansonsten gerne Fleisch esse. Eine weitere „Abwechslung“ waren unsere täglichen, etwa einstündigen Kücheneinsätze (z.B. Rüebli schälen). Ich habe auch dies sehr genossen – einfach weil es etwas anderes war, als dauernd über die drei Fragen nachzudenken, ohne jede Ablenkung…

Bei mir war es nun so, dass am zweiten Tag die drei Fragen in jeweils 4 Jahresabschnitten das Thema waren. Am Abend des 3ten Tages kam die erste grosse Überraschung: Nun beginnst du nochmals mit deiner Mutter! Aber bereits in der Zeit, als du noch im Bauch deiner Mutter warst… Tatsächlich hatte ich das Gefühl, dass mir dies gelang und tatsächlich war meine Wiederholung der ganzen Geschichte mit meiner Mutter sehr viel deutlicher und, zu meiner Überraschung, überhaupt nicht eine blosse Wiederholung, weil mir einfach wesentlich mehr einfiel als beim „ersten Durchgang“.

Am fünften Tag gab es für mich einen neue Überraschung, weil nun Naikan an der Reihe war mit dem Thema „Kommunikation mit unseren Mitmenschen“. Reflektiert ebenfalls wieder in Zeitabschnitten meines Lebens und was ich gestohlen und wo ich gelogen hatte (im weitesten Sinne).

Zusammenfassend war die Woche für mich einerseits anstrengend, weil ich häufig dachte: Wenn es doch bloss schon vorbei wäre… Andererseits war es aber widersprüchlicherweise auch so, dass die Zeit sehr schnell vorbeigeflogen zu sein schien.

Zwei Wochen nach meiner ersten Naikan-Erfahrung kann ich nun sagen, dass ich das gelernte fast täglich anwenden kann. Der „Stopp“ für eine Woche, das komplette Ausschalten des aktuellen Alltages hat viel Ruhe zurückgebracht, einfach nur gut getan. Gut getan hat besonders auch, dass ich alles was ich mit mir „herumgeschleppt“ habe jemandem erzählen konnte. Damit fühle ich mich heute tatsächlich um vieles „erleichtert“, was mich vor einem Monat noch bedrückt hatte (wenigstens im „Unterbewusstsein“). Ich habe viel dazu gelernt, wo es darum geht sich so zu sehen und zu akzeptieren, wie man ist. Nicht als Bürde zu sehen, was zu mir gehört. Nicht „besser“ sein zu wollen, als ich bin. Zu mir selbst zu stehen.

Zuletzt aber das Allerwichtigste: Ohne die kompetente Weise, wie Ruedi mich durch diese (Selbst-)Erfahrung geführt hat, hätte ich die Bedeutung von Naikan wohl nie in dieser Tiefe begriffen. Und ich weiss auch, es ginge NOCH tiefer…

Herzlichen Dank Ruedi – dafür, dass du mir Naikan gezeigt hast und vor allem dafür, dass du für mich da warst in dieser Woche – nur für mich, so hat es sich in allen Belangen angefühlt!

Naikan: SEHR EMPFEHLENSWERT FÜR ABSOLUT ALLE!

D.P. Schweibenalp Okt. 2016

Es war mein zweites Naikan, mein erstes war vor drei Jahren, und es war um einiges intensiver für mich als mein erstes Mal. Vielleicht weil ich schon wusste was mich erwartet, wie es abläuft? Oder war ich einfach bereit noch tiefer in meine Geschichte zu tauchen? Egal, es war intensiv, ich war noch in Naikan versunken als ich schon lange wieder zu Hause war, tagelang kamen und kommen mir immer noch Erlebnisse mit den drei Fragen in den Sinn.

Ein paar Mal kam auch in diesem Naikan der Wunsch auf die Koffer zu packen und abzuhauen. Jeweils nur kurz, denn ich schaute dann genau hin was mich denn blockiert, was ich nicht wahrhaben möchte. Es waren schon grosse Brocken an Schwierigkeiten die sich zeigten. Ich schaute sie und den Menschen dem ich sie bereitet hab an und ein Gefühl der Demut durchflutete mich. Es war befreiend meine Geschichte, mein Leben noch einmal zu reflektieren.

Die drei Jahre zwischen den beiden Naikan waren sehr ereignisreich, und oft übte ich Naikan für mich selbst. Es half mir oft in Situationen die ich ohne Naikan nie aus der Perspektive „wo bereite ich der Person Schwierigkeiten“ angeschaut hätte. Aber genau in dieser Frage liegt oft schon der Lösungsweg.

Ein intensives Gefühl von Demut und Dankbarkeit den Menschen gegenüber die mich in meinem Leben begleitet haben und noch begleiten, durchfluten mich. Innere Ruhe und Geduld mit meiner Umwelt und mir selbst stärken mich auf meinem weiteren Lebensweg.

Naikan mit seinen drei Fragen werden mich auch weiterhin in meinem Leben begleiten.

Vielen Dank lieber Ruedi, für deine Fürsorge, deine Demut, dein Da sein.

B.G. Schweibenalp Okt. 2016

Die Naikan-Woche im Kloster Engelberg war vieles auf einmal: Meist kurzweilig, manchmal lang aber nicht langweilig, wohltuend, bereichernd, hart in einem positiven Sinne, stärkend und erkenntnisreich. Es mag streng erscheinen, sich eine Woche in einem Klosterzimmer nur mit sich selbst auseinander zu setzen. Es ist aber genau das, was ich sonst nie mache oder wenn, dann nur für ein paar Stunden oder zwei Tage in den Bergen. Es tut gut, einmal das Alltagsgeschehen ausblenden zu dürfen, sich nicht zeigen oder melden zu müssen. Die Woche bringt trotz eher geringer körperlicher Aktivität viel Schlafbedarf und viel Appetit mit sich. Einerseits kommen Erinnerungen zurück, welche nicht mehr präsent waren. Andererseits wird die Fantasie angeregt und Tagträumen hat auch immer wieder Platz. Die Naikan-Woche war im Rückblick erholsamer als Ferien. Dies ist es aber nur, wenn man zumindest eine minimale Bereitschaft aufbringen kann, keine Ferien von sich selbst machen zu wollen. Daraus entstand eine neue Sicht auf mich selbst, auf meine vergangenen 34 Lebensjahre, auf meine Familie und mein Umfeld. Im Anschluss an die Naikan-Woche haben bereits kleine Änderungen im Umgang mit mir selbst und auch mit meinen Mitmenschen schöne, wahrnehmbare Unterschiede bewirkt. Danke!

P.L. Kloster Engelberg, Mai 2016

Bei mir hat sich etwas nachhaltiges in dieser Woche verändert.

Ich habe in der Naikanwoche wieder zu mir selber gefunden. Fühle wieder ganz klar, was mir in meinem Leben wichtig ist. Ich trage immer noch eine tiefe Ruhe in mir und fühle eine gewisse Gelassenheit.

Diese Woche ist das wertvollste Geschenk, das ich mir machen konnte.

U.Sch. Kloster Engelberg, Mai 2016

Nun ist es bereits zwei Jahre her, seit ich eine Naikanwoche auf der Schweibenalp besuchen durfte. Was ist nach diesen zwei Jahren von dieser besonderen Erfahrung geblieben?

Während der Woche habe ich mich unglaublich geschützt und aufgehoben gefühlt. Ich war überrascht, wie leicht es mir gefallen ist, mich auf die Streifzüge in meine Vergangenheit einzulassen und wie sich die Erinnerung, auch an ganz frühe Kindheitsmomente von Runde zu Runde schärfte. Ich war erstaunt darüber,  dass sich das, was ich in den letzten Jahren als „Erinnerungen“ an meine Eltern und Kindheit mit mir herumtrug in manchen Bereichen überhaupt nicht mit den Bildern deckte, welche ich dann in meiner Naikanwoche von meiner Familie hatte. Ich erlebte, wie ich die Stille am Anfang kaum ertrug und mit der Zeit immer mehr zu schätzen lernte, wie ich am Schluss, als ich wieder sprechen durfte keine Stimme mehr hatte. Nur wenige Mahlzeiten in meinem Leben sind mir dermassen lebhaft in Erinnerung geblieben, wie jene während des Naikan: Ohne Ablenkung nur auf den Genuss der verschiedenen, liebevoll für mich zubereiteten Speisen fokussiert, höchstens abgelenkt durch eine Vogelstimme vor dem Fenster, dies war eine tägliche Sensation.  Ich habe mir während meiner Naikanwoche vieles vorgenommen, das ich anschliessend in meinen Alltag übernehmen und integrieren wollte um ein Stück des Naikangefühls bei mir zu behalten. Leider muss ich ehrlich sagen, dass ich weniges davon tatsächlich verwirklicht habe. Was aber bleibt sind die Kindheitserinnerungen welche ich dem Verblassen entrissen habe und für mich das wichtigste: Ich habe eine neue Sicht auf meine Herkunftsfamilie gewonnen und konnte mich in dieser Woche mit meinem verstorbenen Vater versöhnen, fest zementierte alte Bilder über Bord werfen oder korrigieren und so  wichtige Impulse für meine eigene Rolle als Vater gewinnen. Naikan hat nicht mein Leben verändert, aber es hat mein Leben besser gemacht und dafür bin ich dankbar.

C.G. Jung hat postuliert, dass ein Mann in seinem Leben unter anderem einen Turm bauen sollte. Dieser Gedanke hat mich immer sehr fasziniert, obwohl ich mir nie im Klaren darüber war, wie ich dies verwirklichen könnte. Nach dem Naikan ist in mir die Gewissheit gewachsen, dass es auch einen Turm im symbolischen Sinn sein könnte.  Das Naikan wurde zu meinem Turm von welchem ich mein Leben überblickte.

M.R. April 2016

Ich benötigte etwas Zeit, bis ich mich Gedanklich dazu bereit fühlte, den Schritt in die Naikanwoche auf der Schweibenalp zu wagen. Machte ich mir doch viele Gedanken dazu, wie es sein würde, sich für eine Woche dem Leben zu entziehen und sich nur mit seinen Erinnerungen auseinanderzusetzen. Der Respekt davor, dass in der Stille und ohne Ablenkung die Zeit kaum vorübergehen würde, war unbegründet. Die Naikanwoche zeigte mir auf wie gut es tun kann, sich für eine Woche, ohne störende Einflüsse, mit sich selbst und seinem Leben auseinanderzusetzen. So als würde man dieses, wie einen dunklen Raum, mit einer Taschenlampe ausleuchten. Mit der Naikanmethode entdeckte ich nach und nach Details und Erkenntnisse aus meiner Vergangenheit, erfuhr viel über mich selber und die Beziehungen, die ich zu meinem Umfeld pflege. Naikan war für mich dementsprechend eine besondere Erfahrung und wenn man möchte, lassen sich die Fragestellungen auch sinnvoll in den Alltag integrieren.

O.M. Schweibenalp, Brienz Oktober 2015

Vielen Dank Ruedi, für diese tolle Woche!

Das Naikan war für mich eine ganz neue Erfahrung. Eine ganze Woche zu schweigen und sich nur mit sich selbst zu beschäftigen klang spannend.

Das Ankommen auf der Schweibenalp hatte etwas sehr beruhigendes. Ich fühlte mich gleich sehr aufgehoben und entschleunigt. Das Panorama und die tolle Luft bereiteten mir ein schönes Ankommen. Auch die Spaziergänge durch den Kräutergarten sind mir immer noch sehr präsent.

 Durch die 3 Fragen konnte ich meine Vergangenheit noch einmal durchleben und mit vielen Sachen die passiert sind Frieden schließen.

Generell fühle ich mich mit vielen Dingen, vor allem auf meine Eltern bezogen viel leichter und freier.

Mir sind noch einmal die Umstände bewusst geworden mit denen die beiden zu kämpfen hatten.

Auch blicke ich mit einer großen Demut auf das was ich geschenkt bekommen habe. Gerade in den Jahren in denen familiär einiges schief gelaufen ist, war doch nicht alles schlecht.

Alles in allem bin ich bin mir bewusst geworden dass es auf die Kleinigkeiten im Leben ankommt.

Nachdenklich blicke ich auf das was kommt. Ich will auf jeden Fall versuchen Naikan hin und wieder in meinen Alltag zu integrieren.

P.Z. Schweibenalp, Brienz, Oktober 2015

Meine Bedenken im Vorfeld haben sich nicht bewahrheitet. Würde ich es aushalten und durchstehen ohne die tägliche Bewegung draussen an der frischen Luft, ohne Kontakte zu meiner Familie, nichts zu schreiben und nichts zu lesen …..

Rückblickend betrachtet, war Naikan für mich eine wunderbare Erfahrung. Schon während der Woche realisiert ich, wie schön es ist, nicht dauernd abgelenkt zu werden. Sich nur einem Thema zu widmen war beruhigend, sieben Tage nur ich und mein Leben. Zu Beginn war es für mich eine Herausforderung, mich ausschliesslich auf die drei Fragen zu konzentrieren:

Was hat die Person für mich getan?

Was habe ich für die Person getan?

Welche Schwierigkeiten habe ich der Person bereitet?

Es ist mir gelungen, mich ganz darauf einzulassen. Das Resultat aus meinem Naikan ist:

Ich fühlte mich danach ausgeglichen, geerdet und reich an vielen schönen Erinnerungen. Ein Glücksgefühl und Dankbarkeit stellte sich in mir ein. Innerlich hat sich die Gewissheit nochmals deutlich verfestigt, dass mein Verhalten, meine Einstellung eine grosse Rolle spielt, wie die Mitmenschen auf mich wirken und mit mir umgehen.

Heute kommt es ab und zu vor, dass ich an Naikan denke und mit Hilfe der drei Fragen, eine Situation, einen Tag, oder eine Woche mir nochmals durch den Kopf gehen lasse. Dies beruhigt mich, nimmt mir Druck weg und verschafft Zeit zur Reflektion.

I.M. Schweibenalp, Brienz, November 2013

Ich bin mit Vorbehalten in die Naikan Woche eingestiegen, hatte grosse Zweifel, ob ich es schaffen würde, mich auszuklinken aus dem Alltag. Das Schuljahr mit vielen Neuerungen hatte gerade angefangen, und obwohl ich meine Abwesenheit gut organisieren konnte, fiel es mir nicht leicht, ohne die Kinder wegzufahren. Die Vorstellung, eine ganze Woche  lang keinen Kontakt mit ihnen zu haben, stresste mich sehr. Ebenfalls kaum vorstellbar war es, keine Bücher um mich zu haben, nicht lesen zu können. Hingegen freute ich mich von Anfang an auf die Stille und das Alleinsein. Im Nachhinein kann ich sagen, dass die Woche nicht nur für mich ein Gewinn war, sondern, dass auch meine Töchter von der Chance, mehr Eigenständigkeit zu üben, profitiert haben. Das Loslassen ist mir leichter gefallen als befürchtet. Nachdem ich das Handy abgegeben und mein Buch, welches ich für die Zugreise mitgenommen hatte, zuunterst im Koffer versteckt hatte, war ich im Kloster angekommen. Ich dachte die ganze Woche erstaunlich wenig an zu Hause und wenn, dann ohne mir Sorgen zu machen. Das Lesen vermisste ich tatsächlich, aber nur abends, weil mir das Einschlafen schwer fiel, ohne meine gewohnte halbe Stunde Abtauchen in die Bücherwelt.

Der Ort, das Kapuzinerkloster in Bigorio, Tessin, war für mich perfekt. Einen malerischeren, passenderen Ort für Naikan kann ich mir kaum vorstellen. In der kleinen, von der Hitze des Spätsommers geschützten Mönchszelle, fühlte ich mich geborgen und sicher. Der tägliche, kurze Arbeitseinsatz im Klostergarten verhalf zu etwas Bewegung an der frischen Luft. Ich hatte keine Mühe die restliche Zeit allein in meiner Zelle zu verbringen und ab und zu einen Blick aus dem kleinen Fenster mit grandioser Aussicht zu werfen. Als halbe Italienerin, katapultierten mich die herrlichen Düfte, die bereits vormittags aus der, direkt unter diesem Fenster liegenden, Klosterküche strömten, sofort in meine Kindheit zurück. Ich zog mich in die Höhle zurück und liess mich auf das Naikan ein…

Auch wenn ich es mir vorher nicht vorstellen konnte: Es funktionierte. Die Ruhe, der gleichförmige Rhythmus des Tagesablaufs, die klare Struktur, die fehlenden Alltagssorgen, das Alleinsein, die mystische Atmosphäre des Ortes… All das trug dazu bei, dass ich die Naikan-Fragen stellen und mit Hilfe des Naikanleiters auch immer wieder deren Einfachheit und Klarheit erkennen konnte, wenn ich ins Philosophieren abdriftete oder das Ganze allzu wissenschaftlich angehen wollte. Meine Rastlosigkeit und mein hochtouriges Alltagstempo wurden automatisch heruntergefahren.

Die vielleicht wichtigste Einsicht für mich war, dass ich gemerkt habe, wie sehr ich über all die Jahre gewisse Erinnerungen zementiert hatte, indem ich sie immer wieder auf dieselbe Weise dachte oder auch weitererzählte. Plötzlich gab es im Naikan Momente, wo ich mir sagte „so war das ja gar nicht!“. Oder ich erinnerte mich an Details, die ich gestrichen hatte und die der Erinnerung eine ganz neue Richtung geben. Erinnerungen verblassen nicht nur über die Zeit, sondern sie können sich durch dauernde Wiederholung auch von der Realität, der Wahrheit wie es wirklich war, entfernen. Die schönste Erfahrung war das Erinnern ganz kleiner, auf den ersten Blick völlig unwichtiger Begebenheiten aus der Kindheit, an die ich das ganze Erwachsenenleben lang nicht mehr gedacht hatte, die aber mein heutiges Sein, Denken und Fühlen beeinflusst haben. Das war für mich wie das Öffnen eines lange verschollenen Schatzkästchens.

Sehr fasziniert war ich auch von der Herausforderung, das Thema Lügen und Stehlen aus Sicht der Naikan- Fragen zu betrachten, worum mich der Naikanleiter nach den ersten Durchgängen mit Mutter, Vater und Grossmutter bat. Wie oft lüge ich indirekt, indem ich nicht ehrlich sage, was ich wirklich denke und belüge damit nicht nur andere, sondern in erster Linie mich selber. Wie oft stehle ich anderen Zeit, weil ich anstelle eines klaren Neins ein halbherziges „Ja, aber“ sage, um dann mühsam nach Auswegen zu suchen und alles daran setze auf Umwegen das Geforderte doch nicht leisten zu müssen, Ausreden, Notlügen…

Unmittelbar nach Ende des Naikans dachte ich: Es war eine spannende Erfahrung, aber nun bin ich doch froh habe ich es hinter mir. Jetzt, einige Wochen später, spüre ich, dass diese Woche nachhaltiger war als ich gedacht hätte. Ich habe das Gefühl im Alltag gelassener zu reagieren. Manches kommt mir wieder in den Sinn und macht mich froh. Mittlerweile kann ich mir ein weiteres Naikan durchaus vorstellen.

J.H. Convento Stanta Maria del Bigorio, Ticino, August 2013

Meine Naikan Woche begann wunderschön, in einem Zimmer dessen Seele mir Geborgenheit versprach und hielt. Und einem Ruedi bei dem ich mich all die Tage absolut gut aufgehoben und begleitet fühlen durfte. Es war eine bereichernde Woche, ein ganz besonderes Dankeschön möchte ich an Ruedi schicken, denn ohne ihn wäre das alles nicht möglich gewesen. Das du dir die Zeit für mich alleine genommen hast, für deine Geduld, für dein da sein, Danke, von ganzem Herzen.

Nach meiner Naikan Woche spürte ich meine Flügel und gleichzeitig meine Wurzeln wieder. Eine innere Ruhe wie ich sie so nie erlebt habe erfüllt mich noch immer. Ich durfte mich selber neu kennenlernen, sehe vieles nun auch mit anderen, sanfteren, Augen. Das Gefühl immer nur Opfer zu sein veränderte sich radikal. Die Dankbarkeit für all die Menschen die für mich da waren und noch immer sind, unbeschreiblich.

Ich kann Naikan nur weiter empfehlen.

B.G. Seminar Hotel Möschberg 2013

Beim Naikan gefiel mir besonders gut, dass mich niemand stresste, wenn ich an den Fragen herum studierte. Ich konnte mich voll und ganz auf mich und die Fragen konzentrieren.

R.H.  Schweibenalp, Brienz  2013

Eine Woche „Naikan“, wie würde es sein? Wie fühle ich mich anschliessend? Was für Erinnerungen werden aufkommen? Was werden diese Erinnerungen auslösen?  Wie würde ich darauf reagieren? Eine Woche, mehrheitlich innerhalb von einem Raum von knapp 10 m2, klingt irgendwie asketisch und ich assoziere bereits Rückenschmerzen…
Kurz gesagt, es war ein gemischtes und einzigartiges Gefühl als ich „einrückte“. Eine
Mischung zwischen Respekt, Neugier und Vorfreude. Vorfreude weil ich wusste, jetzt mache ich keinen Rückzieher mehr! Seit Jahren war es in Gedanken präsent, aber ich wurde nie konkret.
Als wir zu Beginn den Tagesablauf und die Verhaltensregeln besprachen dachte ich als erstes, bereits nach 2 Tagen werde ich die Nächte hellwach verbringen. Gute 8 Stunden Nachtruhe und den ganzen Tag praktisch im gleichen Raum, da wird man wohl kaum ermüdet ins Bett fallen…
Nun ich habe mich getäuscht und ich schlief bestens, weiters empfindet man die 10m2 als mehr als genügend, im Gegenteil, man geniesst es weil es quasi ein Schutzwall für die eigene Gedankenwelt wird.
Was mich überraschte ist die Tatsache, dass ich nach 2 Tagen sehr viel über mich erfahren habe, dass ich als exemplarisch empfand. Es ist schlicht erstaunlich wieviel man innerhalb der 10m2 wiedererkennt. De facto ist es so, dass man sich wie ein eigenes Nest gestaltet und die Art wie ich es tat, war zwar nicht neu, aber es fiel mir noch nie so offenkundig auf.
Alle 1 ½ Stunden ein Gespräch, alle 1 ½ Stunden einen Zeitabschnitt des Lebens mit den 3 Naikan-Fragen Revue passieren lassen. Innerhalb dieser 1 ½ Stunden ist es nicht möglich, sich immer auf die Aufgabenstellung zu konzentrieren. Ich beginne also wie eine Art eigene Struktur in diese 1 ½ Stunden einzubauen.  Schlussendlich stellten sich diese Momente ein wo man praktisch in der Vergangenheit war und  quasi wie im Kino einen Ausschnit des Lebens klar vor sich sah. Ich empfand es fast als eine Art Trance, wenn ich in dieser Zeit schlummerte.
Es mischten sich traurige, melancholische und versöhnliche Gefühle ab mit witzigen Momenten der Rückschau. Die „Naikan“-Woche hat mir gezeigt, welche Perioden und Erlebnisse mich sehr stark prägten. Die „Naikan“-Woche hat mir gleichzeitig auch gezeigt, dass ich gerade diese Perioden und Erlebnissen bspw. nicht fair/differenziert in der Erinnerung habe.
Es kam mir so vor, dass in einzelnen Perioden gewisse Erlebnisse alles überdeckten, die Erinnerung sowie das Gefühlsempfinden dazu. Da wir innerhalb der Naikan-Woche das Leben mehrfach Revue passieren lassen, habe ich quasi diese Perioden wie entschichtet. Müsste ich es bildlich beschreiben, so würde ich es am ehesten mit einer Kamera vergleichen, bei der man das Objektiv immer schärfer einstellt, bis es perfekt eingestellt ist. Diese Momente der Klarheit, die empfand ich als sehr emotional und befriedigend. Ich glaube auch, dass es für mich ohne diese Struktur und vor allem die Redukiton der Ablenkungen schwierig ist, diese innere Ruhe zu erreichen.
Was mich überraschte ist der Effekt des Gespräches. Zum Teil hatte ich ab und zu vor dem Gespräch das Gefühl, ich könne die wichtigsten Gedanken der letzten 1 ½ Stunden kaum mehr fassen. Es hat sich aber gezeigt, dass gerade das Gespräch half, die Essenz daraus zu bündeln und man instinktiv den treffenden Ausdruck fndet um diesen Zeitabschnitt wieder „loslassen“ zu können.
Die Frage ob es ein guter Entscheid war diese Woche zu machen, habe ich mir bereits nach dem ersten berührenden Moment nicht mehr gestellt. Wie lange es noch dauert, war schon bald irrelevant. Im Gegenteil, es stellte es sich ein Respekt ein wie es sein wird, wieder im Alltag zu landen ohne die Struktur und das behutsame Umfeld.
Ich kann nur positives berichten und jedem bedenkenlos diese Erfahrung empfehlen. Ich möchte aber erwähnen, dass ich mich sehr aufgehoben fühlte. In diesem Sinne gebührt ein besonderer Dank der Kursleitung sowie den anderen Kursteilnehmern/Innen.

Hans-Jürg B.                     Naikan Woche  31.8.  -  7.9.2012 Schweibenalp, Briez

Ich habe in dieser Woche die wichtigste Person in meinem Leben kennengelernt - MICH!

Vielen lieben Dank Ruedi für die herzliche Betreuung. Lieben Dank auch meinem Mann und meiner Freundin, ohne die ich diese Woche nicht hätte realisieren können.

Es ist ein Luxus, dass ich mich als Mutter von zwei kleinen Kindern eine ganze Woche aus dem Alltag nehmen konnte um mich ganz mir und meinem Leben zu widmen.

Mein Rücksack ist nach dieser Woche zwar nicht weniger gefüllt - dafür aber umso leichter zu tragen!

Eva D.                                           Naikan Woche 27.4.  -  4.5.2012 Möschberg

Meine Naikan-Erlebnisse vom 19.03. bis 26.03.2010

Ich durfte auf der Schweibenalp, an einem Kraftort auf 1100 m in der Ruhe dieser friedvollen Landschaft in mich hineinschauen. Der Naikan-Leiter, Ruedi Beiner, hat die Woche mit nur zwei Teilnehmern durchgeführt, obwohl zwei weitere Teilnehmer kurzfristig absagten. Auf diesem Weg der Innenschau war ich von Ruedi auf sehr achtsame und einfühlsame Weise begleitet worden. Jeder Teilnehmer sass die ganze Woche in seinem Einzelzimmer. Jeder bekam dreimal täglich das Essen vom Leiter aufs Zimmer getragen. Zudem gab es täglich in 1 ½ stündigem Abstand neun kurze Einzelgespräche mit dem Leiter. Tagwache war jeweils um 06.00, Ende um ca. 21.00. Zweimal während der ganzen Schönwetterwoche war ich kurz draussen für ca. je 20 Minuten. Es galt, draussen keine Kontakte zu knüpfen, auch nicht mit dem andern Teilnehmer, sollten wir uns mal auf dem Gang begegnen. Es galt, keinen Augenkontakt zu haben mit anderen Menschen, einfach ganz bei sich zu sein.
Naikan ist Versöhnung mit sich selbst. Die Arbeit mit den drei Fragen musste mit ganzer Kraft vollbracht werden. Ich habe von Zweifel, über Wut und Hass bis zur innerlichen Selbstverletzung totale Abstürze erlebt. – Am zweitletzten Tag ging’s aufwärts; und am Schluss war ich total mit mir im Reinen. Und nun bin ich einfach nur glücklich, stark und dankbar. Ich bin mir bewusst, dass meine Umgebung kein Naikan kennt und der Alltag seine Herausforderungen hat. Ich bin zuversichtlich, dass ich mit meinem Leben klar kommen werde, nachdem ich diese Versöhnungsarbeit machen durfte. Ich bin sehr froh, dass ich diese Schweigewoche erlebt habe und mich aushalten konnte. Ohne Substanzen, ohne Mantra, ohne Beeinflussung von aussen, ohne Musik, ohne Medien, ohne Kommentar des Leiters, ohne Handy, ohne Buch und ohne Papier und Bleistift: einfach nur ich mit den drei Fragen. Immer dran bleiben bis man am Abend todmüde ins Bett fiel und gut schlief.

Ich machte in den letzten 30 Jahren alles, was so an Psychologie angeboten wurde. - Die Naikan-Woche hat aus mir einen freien Menschen gemacht. Ich habe erlebt und erlebe, dass ich mit beiden Füssen auf dem Boden stehen und mein Sosein und das Sosein der Anderen akzeptieren kann. Ich muss nicht mehr herumscharren, verändern, bewerten und beurteilen (mich und die andern nicht). Ich lebe in grosser Dankbarkeit. – Naikan ist an keine Religion oder sonst was gebunden. Es ist die individuellste Form der Selbsterkenntnis, die ich je kennen gelernt habe. Ich bin meinem Kern näher gekommen als je in einer psycholytischen Sitzung. – Und Freude ist da.

Mein Weg wird sein, dass ich mit der Dankbarkeit unterwegs sein werde. Ich spüre, dass in meinem ganz kleinen Lebensbereich die Energie im Fluss ist. Den Satz von Meister Eckhart aus dem Naikan-Buch „Die Kraft der Dankbarkeit“: „Wenn das einzige Gebet, das du während deines ganzen Lebens sprichst, ‚danke’ heisst, würde das genügen“, kann ich nach einer Woche Naikan freudig unterschreiben. - Ich brauche keine Anstrengungen, lieb und gut sein zu müssen. Ich habe an mir nichts verändert. Was ich in der Naikan-Woche geschenkt bekam, war wie eine Hirnwäsche, die ich mir selber gemacht habe. Es ist mir bewusst geworden, was alles ich bereits vom Leben erhalten habe, wofür ich nicht besonders dankbar war, es als selbstverständlich hielt. So was kann man, ohne diese Einsamkeit und diese Konzentration auf die drei Fragen gar nicht ins Bewusstsein holen.
Dieses neue Bewusstsein macht mich wie satt, dankbar und zufrieden. Naikan ist für mich ein grosser Glücksfall. Immer, wenn ich auf der Gefühlsebene drohe in das uralte Muster zu fallen, kommt mir Naikan zu Hilfe. - Auch die Erlebnisse draussen kommen mir weich entgegen. Es ist, wie wenn das Leben mich mehr lieben würde, als vor der Naikan-Woche (oder umgekehrt: ich liebe das Leben mehr als vor der Naikan-Woche!) Und ich bin dem Leben und meinem Naikan-Leiter dankbar.

Kürzlich war ich an einer Familienfeier, wo auch mein Ex-Mann mit seiner Frau eingeladen war. Ich war total gelassen und konnte auf die Beiden zugehen. Vor der Naikan-Woche waren mir solche Treffen eine echte Herausforderung mit Widerständen meinerseits. – Und heute schleichen sich ab und zu alte Denkmuster ein. Dann richte ich es mir so ein, dass ich mich hinsetze und Naikan mache. Gleich kommt dann die Dankbarkeit. – Und wenn die andern, die kein Naikan kennen, mich brüskieren, dann denke ich, dass es die vierte Frage gar nicht gibt (die Frage „welche Schwierigkeiten hat der andere mir gemacht“). Das ist denen ihr Bier! Und dann bin ich wieder im Reinen mit der Welt! Dies gibt mir Energie, Freude und Dankbarkeit.

Alles in allem: es fühlt sich so an, als ob eine Schleuse geöffnet wurde. Die Einsicht ist da: die andern schulden mir gar nichts. Alles ist Geschenk. - Von Beginn meiner Erinnerung an mein Leben bis heute zieht sich ein destruktiver Charakterzug durch fast alle wichtigen Beziehungen in meinem Leben. Dies deutlich zu sehen, war schmerzhaft und zugleich heilsam.
Ich habe mich definitiv für die Oktober-Naikan-Woche angemeldet. Da möchte ich dran bleiben.
Danke, Ruedi, danke!                                                                   12. April 2010

Beatrice J.                      Naikan Woche 19.3. - 26.3.2010 Schweibenalp, Brienz

Ich bin jetzt über 40ig und habe mich in all den Jahren immer mehr von mir entfernt. In 7 Tagen Naikan habe ich mich wieder kennengelernt und mit meiner Lebensgeschichte versöhnt.
Meine wertvollsten Erlebnisse mache ich in der Stille, Naikan gibt sie mir.
Das heutige Leben ist hektisch, ,reizüberflutet und geht oft an die Substanz, nach einer Woche Naikan kann ich wieder mit neuem Elan in den Alltag.

Remigius Z.                      Naikan Woche 19.3. - 26.3.2010 Schweibenalp, Brienz

"Hätte ich Naikan vor 20 Jahren kennen gelernt, hätte ich den mir nahestehendsten Menschen für ihr Geben noch von Angesicht zu Angesicht danken können. Es ist mir bewusst geworden, dass ich von ihnen viel mehr erhalten habe, als ich gegeben hab.

Für mich bedeutet Naikan einerseits der Blick in die Vergangenheit, andererseits die Arbeit in der Zukunft. Die Herausforderung ist, sich damit auseinanderzusetzten, Tag für Tag. Und dies ist nach der Rückkehr ins Leben nach der Naikanerfahrung nicht einfach. Deine Worte, beim Abschied Ruedi sind mir noch immer präsent: Wenn ihr jetzt wieder ins Alltagsleben hinausgeht, merkt euch: ihr habt Naikan gemacht, die anderen nicht."

Marianne N.          Naikan Woche vom 16.10. - 23.10.2009 Schweibenalp, Brienz

Naikan war eine hervorragende Erfahrung. Keineswegs einfach; am dritten Tag musste ich kurz raus, ich hielt es hinter dem Parawan nicht mehr aus. Danach ging es, bis ich am zweitletzten Tag wieder einen Durchhänger hatte und einfach gedanklich nicht mehr weiter kam. Auch hier hat ein halbstündiger Spaziergang sehr gut gewirkt, es war aber unheimlich laut da draussen. Selbst der Giessbach und die Vögel auf den Bäumen erschienen mir extrem laut. Mein Sitzleder würde völlig überbeansprucht, aber schon am zweiten Tag wich der Schmerz einem ständigen brennen und war durchaus auszuhalten. Es dauerte gut zwei Tage, bis ich mich auch ausdauernd auf die 3 Fragen konzentrieren konnte, ohne mich ständig wieder durch irgendwelchen Alltagsmist ablenken zu lassen. Die Entwicklung ist beeindruckend. Man kommt zu einer unbeschreiblichen Ruhe und bekommt einige neue und sehr hilfreiche Erkenntnisse oder Erklärungen für Erlebtes. Die Erfahrung Naikan ist sehr beeindruckend; sich eine Woche mit sich alleine zu beschäftigen, nur sich selber auszuhalten und seine Vergangenheit aufzuarbeiten hat etwas sehr reinigendes und erleichterndes. Für mich war Naikan sehr wertvoll und ich bin überzeugt, dass es mir auch allgemein im Alltag eine bereichernde Stütze sein wird.

Die Betreuung durch Ruedi Beiner war hervorragend und beeindruckend, es fehlte mir an nichts und seine Erfahrung hat mir sehr geholfen. Für mich war meine erste Naikan-Erfahrung ein Erfolg und ich bin gespannt, wie nachhaltend sich dies langfristig auf meinen Alltag auswirkt.

 

Franz H.                       Naikan Woche 16.10. - 23.10.2009 Schweibenalp, Brienz

Ich habe einige Sätze aufgeschrieben die mir geblieben sind nach der Naikan-Woche.

Wenn ich an meine Mutter denke kommt mir ein Lächeln.
Was für ein Luxus es ist 7 Tage nur über die 3 Fragen nachzudenken.
Hier und da zu spüren: so war es.
Wie selten ich bedingungslos etwas tue für eine Person.

Bea D.                                 Naikan Woche 27.3. - 3.4.09 Schweibenalp, Brienz

Mein Naikan-Retreat liegt nun schon einen Monat zurück, so dass ich mit ein wenig Abstand darüber berichten kann.

Warum ich überhaupt zu einem Naikan-Retreat gekommen bin:

Ich hatte vor 8 Jahren einen schweren Unfall, der zu einer partiellen Querschnittslähmung geführt hat. Das hat mich schwer getroffen, da ich mich bis dahin über meine Aktivitäten, Klettern und Reisen, definiert habe, und diese nun nur mehr sehr eingeschränkt möglich sind. Vor einem halben Jahr habe ich die Einnahme von Antidepressiva (langsam) abgesetzt, weil ich versuchen wollte, ein Leben mit weniger Medikamenten führen wollte. Dabei bin ich an meine Grenzen gestossen (und an die Grenzen meiner Frau). Eine Bekannte hat mir dann Naikan empfohlen.

Mein Eindruck vom Naikan-Retreat:

Besonders in den ersten Tagen war es nicht ganz das, was ich erwartet habe:

Ausser einem kurzen Gespräch am Anfang gab es keine besondere Einführung; und bei den Gesprächen mit dem Leiter bekam ich weniger Feedback als ich mir anfangs erhofft. Mit der Zeit merkte ich dann aber, dass genau das die Stärke von Naikan ist: man wird in keine Richtung gedrängt, und hat trotzdem die Möglichkeit, sein Leben und seine Handlungen objektiv zu betrachten.

Und die wenigen Naikan-Vorgaben (die 3 Fragen, und die Konzentration auf jeweils eine Person) geben trotzdem genügend Struktur, dass man systematisch sein Leben durchgehen kann. Besonders die Tatsache, dass man wirklich versucht Personen, Ereignisse und Handlungen zu betrachten und nicht zu werten, erlaubte mir einen neutralen Abstand, ohne - wie sonst meist der Fall - depressiv und gleich überfordert zu werden. Am Ende war ich überrascht, an wie viele Dinge ich mich noch erinnern konnte. Die Woche war eine spannende, abenteuerliche "Reise nach Innen", eine "Reise in meine Vergangenheit".

Eine Passage von T.S. Eliot fasst meinen Gesamteindruck von meinem Naikan- Retreat sehr gut zusammen:

We shall not cease from exploration

And the end of all our exploring

Will be to arrive where we started

And know the place for the first time.

... Und einen Monat später:

Naikan löst Probleme nicht. Auch wenn man es gleich eine ganze Woche lang macht. Aber Naikan kann eine Perspektive geben, und einen emotionellen Abstand, der besonders bei Depressionen sehr leicht verloren gehen kann - manchmal mit katastrophalen Konsequenzen. Diese Perspektive im Alltag nicht zu verlieren, das ist die Herausforderung, an der ich nun arbeite.

Das Naikan Retreat hat mir die innere Ruhe gegeben, nach der ich mich schon so lange gesehnt habe. Und vielleicht auch einen Weg, diese Ruhe, welche im Alltag so leicht verloren geht, auch wiederzufinden. Wie gut das funktioniert - das wird die Zukunft zeigen.

Thomas H.          Naikan – Woche vom 13.2. – 20.2.09 Bodingbach, Österreich

Naikan führte mich zu einem bereichernden Rückblick auf mein bisheriges Leben und brachte mich in stärkeren Kontakt mit unterschiedlichen Gefühlen.

Die erste Frage: „Was hat diese Person für mich gemacht?“ brachte mich vor allem in Kontakt mit Dankbarkeit.

Bei der Auseinandersetzung mit der zweiten Frage: „Was habe ich für diese Person gemacht?“ spürte ich unter anderem die Freude über den eigenen Beitrag.

Und die letzte der drei Fragen: „Wo habe ich dieser Person Schwierigkeiten bereitet?“ liess mich noch deutlicher die Verbundenheit mit dem/der anderen spüren und auch in Kontakt mit Traurigkeit kommen.

Ich machte die Erfahrung, dass mir an den Stellen, wo ich zunächst am meisten Widerstand verspürte, das Einlassen auf den Prozess auch die grössten Geschenke bescherte. So nahm ich gegen Ende eines als schwierig erlebten dritten Tages einen inneren Frieden wahr, der die zuvor durchlebten Schwierigkeiten mehr als aufwog.

Als wohltuend und den eigenen Prozess unterstützend erlebte ich die über die gesamte Übungswoche sehr fürsorgliche Begleitung von Ruedi Beiner.

Wer auf undogmatische und ungewohnte Weise eigenverantwortlich auf sein bisheriges Leben schauen und daraus Kraft schöpfen will, dem kann ich eine Naikan-Woche sehr empfehlen. 

Ralph M.                                Naikan Woche 15. - 22.8.08 Schweibenalp, Brienz

Im Prinzip ging ich nur in die Naikan–Woche, weil eine Kollegin mir dies empfohlen hatte! So am zweiten Tag Naikan wusste und merkte ich um was es geht und sah auch den Sinn dahinter! Es gab Sachen die gingen sehr tief und ich konnte selber sagen wie weit ich gehen wollte.

So sah ich mein Leben von sehr vielen Seiten, von meiner Seite und von derjenigen meiner Angehörigen und Freunde.

Nach einer Woche war ich wie in einem anderen Film, doch mit der Zeit setzte sich alles. Nach drei bis vierTagen hatte ich meinen Rhythmus wieder.

Noch heute kommen mir Sachen im positiven Sinn hoch. Meine Erfahrung war sehr positiv, die ich machen durfte.

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Was bedeutet Naikan für mich? Warum habe ich Naikan gemacht?

Ich machte Naikan um herauszufinden warum ich ein Süchtiger bin und warum mein Verhältnis zu meiner Familie so oberflächlich ist. Auch, warum ich das System so wie es ist, hasse. Warum konnte ich nicht früher mit dem Entzug beginnen? Warum habe ich grosse Angst das Methadon abzubauen? Warum kann ich mich mit meiner Familie nicht aussprechen?

Könnte es sein dass ich Angst vor mir selber habe? Angst mich zu entdecken. Angst zu tun was ich tun muss! Ich weiss, dass das Methadon auf Dauer keine Lösung ist. Ich weiss, dass ich innerlich unzufrieden bin, wenn ich mich mit meiner Familie nicht ausspreche. Ich weiss auch, dass ich das System nicht ertrage, wenn ich mich selber nicht ertrage. Ich wusste das schon alles bevor ich süchtig wurde. - Warum wurde ich überhaupt süchtig?

Könnte es sein, dass ich nicht auf mein Herz (Gefühl) hörte? Weil ich immer den Coolen markieren musste? Weil ich Angst hatte zu tun was ich tun muss. Habe ich deshalb nie das getan was mein Herz zu mir sagte?

Naikan hat mir vor allem ermöglicht hinter meine eigenen Kulissen zu schauen und mir  klar gemacht, dass es im Leben nichts wichtigeres gibt als auf sein Herz zu hören und das zu tun, was einem das Gefühl sagt! Hat man dies einmal begriffen, gibt es nichts wovor man sich fürchten müsste. Es ist besser einmal zu versagen oder zu verletzen oder verletzt zu werden, als nichts an sich heranzulassen und dadurch seinen eigentlichen Lebensweg zu verlassen. Es kommt dann zwangsläufig zu einer inneren Unzufriedenheit. Es ist sicher nicht immer einfach auf sein Herz zu hören. Man kann daraus allerdings ein Problem machen oder es aber auch als eine Herausforderung ansehen.

Eines habe ich in dieser Woche Naikan gelernt: Ich habe noch „viele Naikan nötig“ um auf meinem Weg zu bleiben. Egal ob ich es während einem wöchigen Kurs mache oder aber jeden Tag ½ bis 1 Stunde bei mir zu Hause. Wichtig ist, dass ich es tue!

Ich möchte mich noch bei allen Spendern vom Projekt Alp bedanken. Ohne sie hätte ich Naikan nicht machen können

Vielen herzlichen Dank

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Vom 10.- 17.11.05 fand die Intensivwoche vom Projekt Alp statt. Eine Woche Naikan (Innenschau) in einem Ferienheim oberhalb von Thun. Eine Woche mit niemandem sprechen, kein Augenkontakt, nur Innenschau. Ohjeminee, dachte ich und musste es versuchen. Die ersten zwei Tage habe ich innerlich rebelliert, doch ab dem dritten Tag hat „etwas“ umgestellt. Nach einer Woche Naikan habe ich festgestellt, dass ich meinen inneren Frieden wieder gefunden habe. Ich bekomme das vor allem seitens meiner Umgebung zu spüren, welche auch findet, ich sei viel ruhiger geworden.

Ich bin froh, dass es das Projekt Alp gibt und ich empfehle jedem, der von den Drogen wegkommen möchte, einen Aufenthalt auf einem Hof auf dem Land. Denn es ist ein anderes Leben hier.

Man ist tier- und naturverbunden, arbeitet für eine sinnvolle Sache und weiss abends warum man müde ist.

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Lange Zeit vor dieser Woche konnte ich mir dies nicht so recht vorstellen, was alles in dieser Woche abgehen würde. Ich hatte einen gewissen Respekt davor. Sieben Tage lang in meine Vergangenheit retour schauen, dass wird wohl sicher nicht angenehm werden. Viele Leute, die mich sonst unterstützen, ermutigten mich. Mein erstes Gefühl sagte mir sowieso ja zu einer solchen Woche. Es wurde mir nur grob erzählt wie ein Tag ablaufen würde. Das Essen wird auf mein Zimmer serviert, spazieren gehen kann ich auch wenn ich möchte, natürlich rauchen gehen auch. Ansonsten sitze oder liege ich auf meinem Zimmer und muss ich mich auf meine Vergangenheit konzentrieren. Mit anderen Teilnehmer sollte man sich auch nicht unterhalten. Diese Infos bekam ich davor.

Nun war der Tag gekommen als ich nach Brienz abgereist war. Die Naikanwoche fand in der Schweibenalp oberhalb Brienz statt. Ich war sicher etwas nervös und neugierig wie diese Woche verlaufen würde. Ich fragte mich auch ob ich dies wohl überstehen würde. Am 24.01.04 um 17 Uhr fing diese Woche an. Ich kannte zwei andere Teilnehmer bereits schon, dies war für mich noch eine kleine Unterstützung das ich nicht alleine war. Einen anderen Teilnehmer lernten wir noch kennen bei der Hinreise. Wir bezogen nun unsere Zimmer und anschliessend war das Nachtessen zubereitet worden. Danach informierten die Naikanhelfer und was überhaupt Naikan ist und wie die Woche ablaufen wird.

Naikan kommt aus Japan und bedeutet Innenschau, d.h. konzentriertes Betrachten des Geistes, Durchforschen seiner inneren Verhaltensweisen im Denken, Fühlen, Handeln. Diese Art der Betrachtung wurde von einem Japaner, Herrn Ishin Yoshimoto, vor etwa 50 Jahren gestaltet. Hier wird uraltes Meditationswissen mit den modernen Erkenntnissen verbunden, dass wir unser «Heute» nur so erleben können, wie wir uns in der Vergangenheit verhalten und somit «programmiert» haben. Dies bedingt jedoch auch, dass wir mit unserem «Heute» unser Denken, Fühlen und Handeln von «Morgen» festlegen.

Naikan ist mehr als eine der vielen Selbsterfahrungsmethoden, die augenblicklich unsere westliche Welt überschwemmt. Naikan ist auch keine Psychotherapie im klsssischen Sinne, denn es ist in der Naikan-Übung nicht das Problem im besonderen relevant, sondern warum der Mensch überhaupt zu seinem Problem kommt, sein Leben so gestaltet, dass es Probleme geben muss. Oft lösen sich Schwierigkeiten während einer Naikanwoche wie von selbst, verlieren an Wichtigkeit und Bedeutung. Naikan ist eine Übung – die, hat ein Mensch sie gemacht, eine lebensbegleitende Art zu «sehen» wird. Naikan ist das Tor, welches dir den Weg zu deinem Herzen öffnen kann. Diesen Weg zu gehen kann für mich bedeuten: Wissen, das über meinen Gefühlen und Erfahrungen hinausgeht, zu erlangen. Nun fing diese Woche an. Jeder Teilnehmer fing mit seiner Mutter an. Dies ist so üblich. 1-6 Jahre seines Lebens gerichtet. Mit den drei Fragen: „Was hat die Person für mich getan; Was habe ich für diese Person getan; Welche Schwierigkeiten habe ich der Person verursacht.“ Eine Lektion dauerte ca. 1,5 std. Danach kam eine Naikanleiterin und fragte mich was ich nun betrachtet habe. Ich erzählte ihr was mir dabei durch den Kopf gegangen war. Dies ging nun immer weiter nur ich verfasste dann in all 4 Jahr z.B. 6-10, 10-14, und immer weiter bis zum heutigen Zeitpunkt. Dies ging immer so weiter bis ich jede Person, die mir wichtig war oder noch ist, durch genommen habe. Während der einzelnen Lektionen kamen unglaubliche Sachen hoch. Ich dachte nie das ich mich an so lange vergangene Zeiten noch erinnern konnte. Es kamen auch sehr unangenehme Situationen hoch, die mir sehr weh taten was einzelnen Menschen angetan habe. Zum Glück kamen aber auch noch sehr schöne Zeiten hervor. Es war jedoch ein Wechselspiel der Gefühle. Es war jedoch ein Wechselspiel der Gefühle. Die Wiederaufarbeitung derjenigen Menschen die ich verloren habe, tat im Nachhinein sehr gut. Vor allem das anschauen oder mir durch den Kopf gehen lassen was ich noch niemals jemanden erzählt habe. Sachen von meiner Vergangenheit aufarbeiten, die mich belasten, habe ich schon vieles gemacht aber nicht auf diese Art. Die Zeit während der Woche ging wie im Flug vorbei. Diese Woche tat mir sehr gut. Ich denke, ich werde so eine Woche wieder einmal in meinem Leben sicherlich wiederholen. Einige Zeit nach dieser Woche ging es mir sehr gut. Das ich wiedereinmal mein Rucksack einfach leeren konnte tat sehr gut. Die ganze Woche war auch sehr lehrreich. Ich kann das Naikan auch nur für mich jeden Tag praktizieren. Aus diesen Gründen kann ich das Naikan für jeden Menschen empfehlen und einfach nur sagen: es ist eine Erfahrung wert.

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Als ich mich nach der Schweibenalp, ins Zentrum der Einheit, begab waren meine Gefühle sehr gemischt, einerseits hat es mir Angst gemacht, anderseits war ich sehr gespannt was mich dort erwarten würde. Ich hatte aus den Informationen, die ich im voraus erhalten hatte, entnehmen können das ich, grob gesehen, mein Leben, noch einmal werde Revue passieren lassen würde. Während einer Woche der Stille, viele Stunden am Tag, nur mit meinen Erinnerungen. Ob ich das wohl überstehen werde? Allein, mit den drei Fragen, die ich mir zur damaligen Bezugsperson, für jeweiligen Abschnitt stellen soll.

Was hat diese Person für mich getan, was habe ich für die Person getan und welche Schwierigkeiten habe ich ihr bereitet?

Die positiven Energien die ich auf der Schweibenalp vorfand, haben mich sofort das Gefühl von Geborgenheit und innerer Ruhe erfahren lassen. Ich habe mich nach dem letzten, noch in der Gemeinschaft eingenommenen Abendessen, sehr wohl gefühlt und am nächsten Morgen, habe ich mich an die Arbeit gemacht, Naikan hatte begonnen. Ich habe die Zeit, die ich wohl sonst nie für mich in Anspruch genommen hätte, sehr ernsthaft genutzt. Es sind sehr viele Gefühle in mir hochgekommen und ich war überrascht, was ich alles zulassen konnte. Da habe ich, noch einmal erfahren können, welche Abgründe in mir verborgen sind, das waren nicht immer einfache Momente, jedoch all die Vorzüge, die ich habe, gaben mir in den richtigen Augenblicken, auch wieder enorm Kraft. Ich durfte ungefähr alle eineinhalb Stunden, bei den, sehr liebenswerten Naikanleiterinnen, Antworten auf die drei Naikanfragen geben, dadurch konnte ich, auch noch Schweres, wieder loslassen. Ich bin nie so weit, in die Tiefe gegangen und habe mich dabei, letztendlich doch so glücklich gefühlt. Ich bin besser mit mir vertraut und weis in vielen Situationen, meines zukünftigen Lebens, besser mit meinen Gefühlen umzugehen.

Ich habe sehr viel Kraft und Zuversicht geschöpft, bin innerlich gereift und um eine unermessliche, universelle Erfahrung, reicher geworden.

Eine Woche Naikan ist nur das Frühlingsfest, nicht der Erntedank
Du hast nur Augen bekommen die sehen und Ohren die hören

Worte des Begründers von Naikan Ishin Yoshimoto

 

Schon über Jahre quälte ich mich mit Unstimmigkeiten in meiner Herkunftsfamilie, welche diesen Sommer in einem Eklat gipfelten, mit welchem ich ziemlich Mühe hatte klar zu kommen. Ich habe mich schon seit einiger Zeit mit verschiedenen Methoden auseinandergesetzt; mit mehr oder weniger Erfolg. Meine Frau hat mir dann ein Buch über Naikan mitgebracht. Mich hat Naikan beeindruckt und ich habe mich nach Konsultation des Internets über das Angebot spontan für das nächste Naikan angemeldet. Es vergingen bis zu jenem Datum noch ca. 10 Wochen, in welchen ich mich hin und wieder fragte, ob ich da nicht etwas voreilig war. Dennoch freute ich mich sehr auf diese Erfahrung. Insbesondere auch auf das Gefühl, einmal eine ganze Woche von der Umwelt abgeschlossen zu sein; ohne Familie, Geschäft, Handy und Computer verbringen zu können war schon eine schier unvorstellbare Herausforderung. Und siehe da; die Welt dreht sich weiter und ich habe nichts verpasst, dass ich hätte bereuen können.

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